| Experimente in Projektion - Chemie en miniature Peter Keusch |

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Gefahren und Sicherheitsmaßnahmen:
Die beiden Versuche müssen nacheinander durchgeführt werden, da es sehr rasch zu einer intensiven Verfärbung kommt, die nicht mehr projiziert werden kann. Versuchsergebnis: In den Antimontrichlorid-Lösungen treten sofort blaue Schlieren auf.
| ![]() Bild Deutung des Versuchsergebnisses: · Antimontrichlorid reagiert mit Vitamin A unter Bildung eines tiefblauen Farbkomplexes. In einer ersten Stufe wandelt wird Retinol durch die Lewis-Säure SbCl3 in ein Carbeniumion umgewandelt. Das Carbeniumion geht unter Abspaltung eines Protons in Anhydrovitamin A über. Durch Addition von SbCl3 an die endständige C = C -Doppelbindung (C15) des konjugierten Systems entsteht ein Komplex mit dem Absorptionsmaximum l max = 619 nm. Die Addition von SbCl3 an die endocyclische C = C -Doppelbindung (C4) des Anhydrovitamins führt zu einem Komplex mit dem Absorptionsmaximum l max = 586 nm. ![]() Die Farbreaktion bildet die Grundlage für den qualitativen und quantitativen Nachweis von Vitamin A und verwandten Carotinoiden (Carr-Price Test). Obiger schematischer Mechanismus ist entnommen aus Seminar Medizinische Chemie (Uni Mainz) - Biochemisches Grundpraktikum 'Therapie des trockenen Auges' Liste der Projektionsexperimente |