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Experimente in Projektion - Chemie en miniature

Nachweis der Ribose in RNA

Orcin-Reaktion

Peter Keusch




English version




Material:
Zellen der Thymusdrüse des Kalbes

Chemikalien:
gesättigte Natriumdodecylsulfat-Lösung
konz. Salzsäure
1 M Schwefelsäure
RNA aus Hefe
DNA aus Heringsspermien
ORCIN-REAGENS:  0.1 g Orcin und 0.05 g FeCl3 in 50 mL konz HCl gelöst


Gefahren und Sicherheitsmaßnahmen:

Konz. Salzsäure wirkt extrem ätzend (Haut, Augen). Konzentrierte Lösungen setzen gefährliche Mengen an Chlorwasserstoff frei, das eingeatmet zu ernsten Schäden führt (Verätzungen in den Atemwegen).

Schutzbrille, Schutzhandschuhe und gute Raumdurchlüftung erforderlich. Das Experiment ist im Tischabzug durchzuführen!


Versuchsdurchführung:

Drei Reagenzgläser werden wie folgt vorbereitet:

R1 0.5 mL DNA-Lösung ( wenige mg DNA in 1 M H2SO4 gelöst )
R2   0.5 mL RNA-Lösung  ( wenige mg RNA in 1 M H2SO4 gelöst )  
R3 0.5 mL DNA-Hydrolysat aus Kalbsbries


Die Proben R1, R2 und R3 werden mit je 1.5 mL ORCIN-REAGENS versetzt und für 1- 2 Minuten ins siedende Wasserbad eingestellt.


Versuchsergebnis:

R1 grauviolett
R2 grün
R3   grün
  Trübung durch partikuläre Anteile im Hydrolysat  


Foto
















Deutung des Versuchsergebnisses:

·   Die Orcin-Reaktion dient als Nachweise für Ribose. Die Ribose der RNA wird in einen aromatischen Aldehyd (Furfural) umgewandelt, der mit Orcin (3,5-Dihydroxytoluol) unter Bildung eines blaugrünen Kondensationsproduktes reagiert (R2 und R3).




·   Aus 2-Desoxyribose bildet sich in saurem Medium 3-Acetylacrolein. Dieses reagiert mit 3,5-Dihydroxytoluol (Orcin) im Sinne einer aldolartigen Aldehyd-Phenol-Kondensation über eine zwischengeschaltete Oxydation zu einer Reihe violetter (R1) und blauer Farbstoffe.


Allgemeine Instruktionen zur Versuchsdurchführung und Auflistung der Experimente (Download)






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