| Experimente in Projektion - Chemie en miniature Dische Reaktion Peter Keusch |

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Anmerkung: Thymuszellen des Kalbes enthalten einen großen Zellkern bei gleichzeitig geringem Cytoplasmaanteil. Nach Aufbrechen von Zell- und Kernmembran durch ein oberflächenaktives Mittel (Na-Dodecylsulfat) kann die DNA des Kernes isoliert werden.
Gefahren und Sicherheitsmaßnahmen:
Schutzbrille, Schutzhandschuhe und gute Raumdurchlüftung erforderlich. Das DISCHE-REAGENS ist in einem Abzug zu bereiten! Versuchsvorbereitung: 10 g Kalbsbries werden in etwa 40 mL Leitungswasser mit der Schere fein zerschnitten. Es soll eine stark getrübte Suspension entstehen, die dann durch ein Sieb mit zwei Lagen Gazetuch filtriert wird. Zum Filtrat gibt man unter Umrühren so lange tropfenweise Natriumdodecylsulfat, bis es klar und viskos geworden ist. Die Viskosität wird durch die freigesetzten, fädigen DNA-Moleküle hervorgerufen. Diese Viskosität kann demonstriert werden, indem man die Lösung im Licht des Diaprojektors aus einer Pipette ausfließen läßt. Zur Abtrennung der ebenfalls isolierten Proteine gibt man unter Rühren zur viskosen Lösung etwa 10 mL verd. HCl hinzu. Der Niederschlag aus grob gereinigter DNA wird sofort abfiltriert und für die Nachweisreaktionen verwendet. Zuvor müssen die Nucleinsäuren jedoch hydrolysiert werden. Dazu löst man die gefällte DNA in 2 M H2SO4 und erwärmt für ca. 15 Minuten im siedenden Wasserbad. Versuchsdurchführung: Drei Reagenzgläser werden wie folgt vorbereitet:
Alle drei Proben werden mit je 1 mL DISCHE-REAGENS versetzt und 5 - 10 Minuten ins siedende Wasserbad gestellt.
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