| Experimente in Projektion - Chemie en miniature Peter Keusch |

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Gefahren und Sicherheitsmaßnahmen:
Zu den Triphenylcarbinolkristallen in R1 wird 1 mL konz. Schwefelsäure pipettiert.
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![]() Bild 1: Triphenylmethykation Kristallviolett Malachitgrün Deutung des Versuchsergebnisses: · In konz. Schwefelsäure bildet sich aus dem Triphenylcarbinol reversibel eine farbige Spezies, das Triphenylmethylkation. Es läßt sich mit schwach nucleophilen Gegenionen (z.B. BF 4 -, SbCl 6 -) in Substanz isolieren und röntgenstrukturanalytisch sichern (1). ![]() Das Carbokation-Zentrum steht mit drei Benzolringen in Konjugation, wodurch die positive Ladung stark delokalisiert ist. So besitzt das Triphenylmethyl-Kation zehn Resonanzstrukturen, in denen die positive Ladung auf sechs ortho- und drei para-Positionen verteilt ist. · Das Ausmaß der bathochromen Verschiebung nimmt in der Reihe Triphenylmethylkation < Kristallviolett < Malachitgrün zu (2). Die Lage des Absorptionsmaxiuma der angeführten Triphenylmethane hängt von der Geometrie des Chromophors sowie der Wirksamkeit der (para-) Substituenten in den Phenylringen ab. ![]() · Röntgenstrukturanalyen zeigen, dass die geometrische Struktur des Kristallvioletts wie die des Fuchsins einem 3-flügeligen Propeller ähnelt. Die Ebenen der Phenylringe sind aus einer Ebene herausgedreht, die vom zentralen C-Atom und seinen drei Bindungen festgelegt ist. Der dihedrale Winkel zwischen den Phenylringen und der Koordinationsebene beträgt 27.7°. Die Verdrillung der Phenylringe kann als Kompromiss zwischen der sterischen Behinderung ortho-ständiger H-Atome benachbarter Ringe und der maximalen Resonanzstabilisierung angesehen werden (Abb. 2). Die sterische Behinderung der ortho-ständigen Wasserstoffatome begünstigt die nicht-planare Struktur. Die p-Elektronenkonjugation (maximale Resonanzstabilisierung) begünstigt die planare Konformation. Aufgrund der nicht-planaren Struktur, ist die p - Elektronen Konjugation im Kristallviolett nicht so ausgeprägt wie in p konjugierten koplanaren Systemen.
· Im Malachitgrün sind lediglich zwei der drei Phenylringe mit einer Dimethylaminogruppe substituiert. Die beiden substitutierten Ringe sind nahezu planar ausgerichtet (2). Aufgrund der besseren p - Elektronen Konjugation zwischen den beiden koplanaren Ringen ist das Absorptionsmaximum des Malachitgrüns zum längerwelligen Bereich des sichtbaren Spektrums verschoben. Der dritte Ring beteiligt sich nicht an der Resonanz und ist aus der Ebene der beiden anderen Ringe herausgedreht. Hinweise: Computergestützte Experimente Absorptionsmaxima der Triphenylmethanfarbstoffe Computergestützte Experimente Lichtabsorption der Triphenylmethanfarbstoffe Computergestützte Experimente Reaktionskinetik: Entfärbung der Triphemylmethanfarbstoffe - eine Reaktion pseudo-erster Ordnung Computergestützte Experimente Reaktionskinetik: Entfärbung von Phenolphthalein in alkalischem Medium Experimente in Projektion Kristallviolett - ein pH-Indikator Liste der Projektionsexperimente |