| Computergestützte Experimente - Messung: Leitfähigkeit Peter Keusch | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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![]() Die Reaktion kann folglich durch Leitfähigkeitsmessung verfolgt werden. Experiment 1: Nachweis einer Reaktion erster Ordnung Versuchsdurchführung: Neben dem Leitfähigkeitsprüfer (1) ist auch eine Temperatursonde (2) über den Eingang Sensor2 an die CHEMBOX angeschlossen (Abb. 1).
![]() Abb. 2: Auswertungsbildschirm Hydrolyse von Benzoylchlorid bei unterschiedlichen Konzentrationen T = 50.4 °C 1: 0.4 mmol 2: 0.6 mmol 3: 0.8 mmol in 99 % Ethanol Versuchsauswertung: Ermittlung der Halbwertszeit und Berechnung der Geschwindigkeitskonstanten Bei einer Reaktion erster Ordnung lassen sich die Geschwindigkeitskonstanten aus der Halbwertszeit ermitteln. Unter der Halbwertszeit t1/2 versteht man die Zeit, bei der ein Reaktionsumsatz von 50 % zu verzeichnen ist. t1/2 kann bereits auf dem Messbildschirm mit großer Genauigkeit ermittelt werden. Die Geschwindigkeitskonstante k errechnet sich entsprechend Gleichung (8) Kinetische Gleichungen (Download PDF-Datei).
Auswertung der Messdaten in Microsoft Excel Bestimmung der Geschwindigkeitskonstante k Entsprechend Gleichung (6) Kinetische Gleichungen (Download PDF-Datei) erstellt man im Tabellenblatt (Tab. 1) einen Block, der die Auftragung von gegen tund somit die Ermittlung der Geschwindigkeitskonstanten ermöglicht (Abb. 3).
Tab. 2: Messwerte k (t) Konversion gemäß y = -ln (x · (1 - k / k¥)) x = 0.004 (0.006, 0.008 ![]() Abb 3: Ermittlung der Geschwindigkeitskonstanten k 1: y = -ln (0.004 · (1 - k / k¥)) 2: y = -ln (0.006 · (1 - k / k¥)) 3: y = -ln (0.008 · (1 - k / k¥))
Deutung des Versuchsergebnisses: Da eine Reaktion erster Ordnung vorliegt ist die Halbwertszeit von der Anfangskonzentation des Benzoylchlorids unabhängig. Experiment 2: Einfluss des Lösungsmittels auf die Geschwindigkeitskonstante 0.8 mmol Benzoylchorid werden bei 53.4 °C mit 100 mL wässeriger Ethanollösung und bei 46.4 °C mit 100 mL wässeriger Acetonlösung umgesetzt.
Abb. 4: Ermittlung der Geschwindigkeitskonstante k 1: 99 % 2: 98 % 3: 97 % 4: 96 % 5: 95% EtOH y = -ln (0.008 · (1 - k / k¥))
Abb. 5: Abhängigkeit der Geschwindigkeitskonstante k von der Ethanolkonzentration ![]() Abb. 6: Ermittlung der Geschwindigkeitskonstante k 1: 80 % 2: 70 % 3: 60 % 4: 55 % 5: 52.55 % 6: 50 % Aceton y = -ln (0.008 · (1 - k / k¥))
Abb. 7: Abhängigkeit der Geschwindigkeitskonstante k von der Acetonkonzentration Experiment 3: Ermittlung der Aktivierungsparameter Versuchsdurchführung: 0.8 mmol Benzoylchorid werden in 100 mL 99 % Ethanol bei drei verschiedenen Reaktionstemperaturen umgesetzt. Versuchsauswertung: Auswertung der Messdaten in Microsoft Excel - Bestimmung der Geschwindigkeitskonstante k und der Aktivierungsparameter ![]() Abb 8: Leitfähigkeitskurven 1: 45.7 °C 2: 51.2 °C 3: 54.4 °C ![]() Abb. 9: Ermittlung der Geschwindigkeitskonstanten k y = -ln (0.008 · (1 - k / k¥))
Trägt man die Geschwindigkeitkonstanten und die entsprechenden Reaktionstemperaturen in die Tabelle der Excel-Datei Aktivierungsparameter (Download) ein, so werden alle Aktivierungsparameter (Tab. 5) errechnet und in einem Diagramm die Auftragungen nach ARRHENIUS und EYRING ( Abb. 5) realisiert. ![]() ![]() Experiment 4: Ermittlung der Aktivierungsparameter Versuchsdurchführung: 0.8 mmol Benzoylchorid werden in 100 ml einer wässerigen Acetonlösung (Aceton : Wasser = 50 : 50) bei drei verschiedenen Reaktionstemperaturen umgesetzt. Versuchsauswertung: Auswertung der Messdaten in Microsoft Excel - Bestimmung der Geschwindigkeitskonstante k und der Aktivierungsparameter ![]() Abb 11: Leitfähigkeitskurven 1: 24.36 °C 2: 28.42 °C 3: 32.77 °C ![]() Abb. 12: Ermittlung der Geschwindigkeitskonstanten k y = -ln (0.008 · (1 - k / k¥))
![]() ![]() Anmerkung: SN - Reaktionen, in denen das Nukleophil auch das Lösungsmittel darstellt werden gemeinhin als Solvolysen bezeichnet. In solchen Fällen liegt eigentlich eine Reaktion pseudo-erster Ordnung vor. Liste der Chembox-Experimente |