| Computergestützte Experimente - Messung: Absorption Negative Solvatochromie Ziel: Hypsochrome Verschiebung, Solvenspolarität Peter Keusch |
mit dem Programm "Messen und Auswerten" und dem Analog-Digital-Wandler CASSY-E - LEYBOLD DIDACTIC |

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Gefahren und Sicherheitsmaßnahmen:
Schutzbrille und Schutzhandschuhe sind zu tragen. Die Bereitung der entsprechenden Lösungen und die Durchführung der einzelnen Experimente erfolgen im Abzug! Versuchsdurchführung: Die folgenden Löaungen werden bereitgestellt. Farbstoff I: 5 · 10 -5 molar in Wasser, 5 · 10 -5 molar in Methanol, 1.25 · 10 -4 molar in n-Propanol, 5 · 10 -4 molar in n-Butanol. Farbstoff II: 5 · 10 -5 molar in water, 2.5 · 10 -5 molar in Chloroform. Den Lösungen setzt man jeweils einige Tropfen Piperidin zu, um Säurespuren im Lösungsmittel zu eliminieren.
| Versuchsdurchsauswertung: Die Versuchsauswertung erfolgt wie im Experiment Positive Solvatochromie beschrieben. ![]() in n-Butanol (1) n-Propanol (2) Methanol (3) Wasser (4)
Abb. 2: Absorptionsspektren des 2-(4'-Hydroxystyryl)-N-methyl-chinolinium-betains in Chloroform (1) Wasser (2)
Versuchsergebnis: Vorliegende Farbstoffe zeigen zeigen negative Solvatochromie. Mit steigender Solvenspolarität findet eine hypsochrome Verschiebung des Absorptionsmaximums statt. Deutung des Versuchsergebnisses: ![]() Abb. 3: Mesomere Grenzstrukturen · Der angeregte Zustand ist weniger polar als der Grundzustand (Abb. 3). Polare Lösungsmittel stabilisieren den Grundzustand. Die Energiedifferenz zwischen Grundzustand und angeregtem Zustand wird mit steigender Solvenzpolarität größer. Die Anregungsenergie nimmt zu. Das Absorptionsmaximum wird zum Kurzwelligen verschoben (Abb. 4). ![]() Abb. 4: Darstellung der solvatochromen Verschiebung · Unpolare Lösungsmittel destabilisieren hingegen den polaren Grundzustand. Dieser wird energetisch angehoben. Die Energiedifferenz zwischen Grundzustand und angeregtem Zustand wird kleiner, was zu einer bathochromen Verschiebung des Absorptionsmaximums führt. Zusammenfassung: Das Vorzeichen der Solvatochromie ist abhängig von der Polarität der Farbstoffmoleküle im Grundzustand. Aus dem Phänomen der Solvatochromie ergeben sich zwei Anwendungsbereiche: · Bestimmung der Polarität organischer Farbstoffe im Grundzustand, d.h. Erfassung des Mesomerieschwerpunktes in verschiedenen Lösungsmitteln · Bestimmung von Solvenspolaritäten. Hinweise: Computergestützte Experimente Farbstoffe - Positive Solvatochromie Liste der CASSY-Experimente |