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Computergestützte Experimente - Messung: Absorption Fuchsin, protoniertes Kristallviolett und N-substituiertes Fuchsin Peter Keusch |

Gefahren und Sicherheitsmaßnahmen:
Schutzbrille und Schutzhandschuhe erforderlich. Die Bereitung der entsprechenden Lösungen erfolgt im Abzug! Experiment 1: Absorptionsmaxima des Triphenylmethyl-Kations, des Kristallviolett und des Malachitgrüns Versuchsdurchführung: Bei der Aufnahme der Absorptionsspektren kommen folgende Lösungen zum Einsatz: Lösung 1: Lösung von Triphenylcarbinol in konz. H2SO4 Lösung 2: 5· 10 -5 M wässeige Kristallviolett - Lösung im Verhältnis 1:2 mit Wasser verdünnt. Lösung 3: 5 · 10 -5 M wässrige Malachitgrün - Lösung Bei Lösung 1 wird der Bereich von 360 nm bis 600 nm berücksichtigt. Bei Lösung 2 und 3 beginnt die Messreihe bei 400 nm und endet bei 640 nm.
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Abb. 3: Propellerstruktur
sterische Abstoßung zwischen ortho-Wasserstoffatomen (blau) |
· Röntgenstrukturanalyen zeigen, dass die Struktur des Kristallvioletts wie die des
Triphenylmethyl-Kations einem 3-flügeligen Propeller ähnelt. Die Ebenen der Phenylringe sind aus einer Ebene herausgedreht, die
vom zentralen C-Atom und seinen drei Bindungen festgelegt ist. Der dihedrale Winkel zwischen den Phenylringen und der
Koordinationsebene beträgt 27.7°. Die Verdrillung der Phenylringe kann als Kompromiss zwischen der sterischen Behinderung
ortho-ständiger H-Atome benachbarter Ringe und der maximalen Resonanzstabilisierung angesehen werden (Abb. 3).
Die sterische Behinderung der ortho-ständigen aromatischen Wasserstoffatome begünstigt die nicht-planare Struktur.
Die p-Elektronenkonjugation (maximale Resonanzstabilisierung) begünstigt die planare
Konformation. Aufgrund der nicht-planaren Struktur, ist die p-Elektronen Konjugation im
Kristallviolett nicht so ausgeprägt wie in koplanaren Systemen.
· Im Malachitgrün sind lediglich zwei der drei Phenylringe mit einer Dimethylaminogruppe substituiert. Die beiden substitutierten Ringe sind nahezu planar ausgerichtet. Der dritte Ring aus der Ebene der beiden anderen Ringe herausgedreht. Aufgrund der maximalen p-Elektronen Konjugation zwischen den beiden koplanaren Ringen ist das Absorptionsmaximum des Malachitgrüns zum längerwelligen Bereich des sichtbaren Spektrums verschoben. |



