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Demonstrationsexperiment auf Video

Nachweis der Amylase im Bienenhonig

Lernziel: Enymatische Hydrolyse der Stärke

Peter Keusch




English version



Supermarktprodukte:
Bienenhonig
Invertzuckercreme (Kunsthonig)
Dr. Oetker's Sahnesteif
Betaisodona®-Lösung  (Mundipharma)


Betaisodona®-Lösung ist ein unspezifisches Antisepticum. Es enthält Povidon-Iod (Iodkomplex). Die desinfizierende Wirkung beruht auf der Freisetzung des Iods, wodurch Keime abgetötet werden.


Geräte und Glaswaren:
Heizplatte
4 Bechergläser 100 mL
Glasrührstab
Thermometer


Versuchsdurchführung:


Ein 100 ml Becherglas enthält 20 mL Bienenhonig, ein weiteres 20 mL Invertzuckercreme.Die Inhalte beider Bechergläser werden unter Rühren in 60 mL dest. Wasser gelöst. Anschließend fügt man in jedes der beiden Bechergläser 5 mL einer wässerigen Sahnesteiflösung hinzu. Nachdem die Lösungen ca eine Stunde bei 40 °C erhitzt wurden, werden jeweils einige Tropfen Betaisodona®-Lösung hinzugegeben.


Versuchsergebnis:

Die Lösung mit "Kunsthonig" schlägt nach blau um. Die Lösung mit Bienenhonig bleibt farblos.




Videoclip
(Download RealPlayer .rm Datei)


Deutung des Versuchsergebnisses und Hintergrund:

·   Mit Kunsthonig kann Stärke offensichtlich nicht gespalten werden. Die rasche Reaktion von Iod mit Stärke führt zu einem einen tiefblauen Komplex.










·   Die Hydrolyse der Stärke durch Bienenhonig ist für das negative Ergebnis des Iod-Stärke-Tests verantwortlich. Das im Bienenhonig vorliegende Enzym Amylase spaltet die Stärke. Stärke stellt ein Gemisch zweier Substanzen dar - Amylose und Amylopektin. Die Amylose besteht aus einer langen Kette von 200 bis 1000 Glucoseresten, die durch a-1,4-glycosidische Bindungen miteinander verknüpft sind (Amylose zeichnet für die Bildung des blauen Komplexes in Gegenwart von Iod verantwortlich). Amylopektin (enthält bis zu 2 Millionen
Glucosereste) ist ein verzweigtes Polymer. Es besteht aus zahlreichen Amylose-Ketten, die an Verzweigungspunkten über eine a-1,6-glycosidische Bindung miteinander verknüpft sind (1).


Amylose wird unter Bildung von Maltose hydrolysiert (2). Die enymatische Hydrolyse von Amylopektin ergibt ein Gemisch aus verzwegten a-Dextrinen und Maltose.




Literatur:
G. Schwedt: Experimente mit Supermarktprodukten, Wiley-VCH-Verlag, Weinheim 2001

Hinweis:
  Demonstrationsexperimente auf Video  Stärke - weit verbreitet in Nahrungsmitteln


Liste der Vorlesungsexperimente






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