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Demonstrationsexperiment auf Video

Weißwein aus Rotwein

Lernziel: Aktivkohle als Adsorptionsmittel

Peter Keusch





English version



Supermarktprodukt: Rotwein

Materialien und Chemikalien: Rundfilter Aktivkohle

Geräte und Glaswaren:
2 Weingläser
Becherglas 250 mL
Glastrichter d = 10 cm
Filtrierstativ
Glasstab


Versuchsdurchführung:

Unter Rühren werden 5 g Aktivkohle zu 90 mL Rotwein gegeben. Die Suspension wird gefiltert.

Versuchsergebnis:

Das Filtrat ist farblos            



Videoclip (Download RealPlayer .rm-Datei)



Deutung des Versuchsergebnisses und Hintergrund:

Die Farbstoffe des Rotweins (Anthocyane) werden auf der Aktivkohle absorbiert.Unter Adsorption versteht man allgemein die Anlagerung eines gasförmigen oder gelösten Stoffes an der Oberfläche eines festen Körpers bedingt durch physikalische und chemische Kräfte.

Die im Experiment vorliegende physikalische Adsorption stellt die verbreiteste Form dar. Die Moleküle werden durch van-der-Waals´sche Kräfte (Dispersionskräfte und Dipol-Dipol-Wechselwirkungen) zwischen Adsorbatmolekülen und den Atomen des Adsorbens angezogen. Diese Kräfte sind minimal und haben eine geringe Reichweite. Dispersionskräfte beruhen auf der nicht konstanten Ladungsverteilung dipolloser Moleküle. Die stetige Fluktuation der Elektronen im Molekül führt zu temporären Dipolen, welche im Nachbarmolekül ebenfalls Dipolmomente induzieren. Durch permanente Dipole werden Moleküle viel stärker angezogen, als durch Dispersionskräfte.


Rasterelektronenmikroskopische Bilder von Aktivkohle (Lurgi GmbH)






















Aktivkohle besitzt ein poröses Gerüstes mit zahlreichen Poren und Kapillaren 1 g Aktivkohle hat eine Oberfläche von 800 - 2000 m2. Diese enorme Oberfläche ermöglicht es der Aktivkohle das Hundert- bis Zweihundertfache des Eigengewichtes an organischen Stoffen zu adsorbieren.


Liste der Experimente






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