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Demonstrationsexperiment auf Video

Herstellung eines Phenoplast

Lernziele: Polykondensation, Duroplaste

Peter Keusch




English version




Chemikalien:
37-proz. Formaldehyd - Lösung
Phenol
Eisessig
konz Salzsäure

Glaswaren:
2 Bechergläser 50 mL
Becherglas 100 mL
Schnappdeckelglas 50 mL
Glassstab
2 Pipetten 30 mL
2 Peleusbälle


Gefahren und Sicherheitsmaßnahmen:

37 %ige Formaldehyd-Lösung reizt Augen und Schleimhäute. Der Kontakt führt zu Verätzungen, außerdem ist eine Ekzembildung möglich. Formaldehyd steht im Verdacht, Allergien und auch Krebs auszulösen. Beim Verschlucken treten schwere innere Verletzungen auf.
Phenol ist giftig bei Berührung mit der Haut und beim Verschlucken. Verursacht Verätzungen. Gefahr der Hautresorption.
Konzentrierte Salzsäure wirkt extrem ätzend (Haut, Augen). Konzentrierte Lösungen setzen gefährliche Mengen an Chlorwasserstoff frei, das eingeatmet zu ernsten Schäden führt (Verätzungen in den Atemwegen).
Essigsäure: Bei Einatmung Reizerscheinungen an den Atemwegen. Lungenentzündung, Bronchitis. Die Inhalation kann Ödeme im Respirationstrakt bewirken. Verätzungen bei Haut und Augenkontakt, sowie bei Verschlucken.

Schutzbrille und Schutzhandschuhe erforderlich. Das Experiment ist in einem Tischabzug durchzuführen!


Versuchsdurchführung:

In einem Becherglas werden 10 g Phenol, 12.5 ml Formaldehyd - Lösung und 27.5 mL Eisessig miteinander vermischt. Zu dieser Lösung tropft man langsam unter Rühren 24 mL konz. Salzsäure.


Versuchsergebnis:

Nach Zugabe der Salzsäure fällt ein weißer Niederschlag aus. Währen des Rührens bildet sich am Boden des Becherglases unter Erwärmung ein pinkfarbener Plastikklumpen, der mit dem Rührstab "herausgefischt" werden kann.




Videoclip
(Download RealPlayer .rm-Datei)




















Deutung des Versuchsergebnisses:

Der belgische Chemiker Leo Hendrik Baekeland experimentierte 1907-1909 mit Phenol und Formaldehyd und entdeckte, dass die beiden Stoffe in exothermer Reaktion miteinander reagieren. Dabei bildet sich in einer Polykondensation ein duroplastischer Kunststoff:




Duroplaste zeichnen sich vor allem durch enge räumliche Vernetzung und Hitzebeständigkeit aus. Sie lassen sich durch Wärmeeinwirkung im Gegensatz zu den Thermoplasten nicht erweichen.


Hinweis:
Der Ausschnitt in obiger Abbildung stammt aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie http://de.wikipedia.org/wiki/Bakelit


Liste der Experimente






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