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Demonstrationsexperiment auf Video

Hirschhornsalz als Backtriebmittel

Lernziel: Zersetzung von Ammoniumbicarbonat, Nachweis des Ammoniaks

Peter Keusch




English version



Supermarktprodukte:
Hirschhornsalz,  Firma: Ostmann Gewürze
Rotkohlsaft

Sonstige Materialien:
Luftballon
weißes Kaffeefilterpapier

Geräte und Glaswaren:
Dreibein mit Asbestnetz
Bunsenbrenner
Erlenmeyerkolben 50 mL
Petrischale d = 9 cm


Versuchsdurchführung:


In einen Erlenmeyerkolben werden 2 Spatellöffel (ca. 1,5 g) Hirschhornsalz gefüllt und ein Luftballon an der Öffnung des Erlenmeyerkolbens befestigt. Anschließend wird mit dem Bunsenbrenner das Hirschhornsalz für einige Zeit erhitzt. Das mit dem Luftballon aufgefangene Gas wird mit Hilfe eines in Rotkohlsaft getränkten Filterpapiers auf seine Basizität untersucht.


Versuchsergebnis:

Die rotviolette Farbe des Filters schlägt nach grün um.


Videoclip (Download RealPlayer .rm-Datei)


Deutung des Versuchsergebnisses und Hintergrund:

Hirschhornsalz besteht hauptsächlich aus Ammoniumbicarbonat (NH4HCO3), Ammoniumcarbonat (NH4)2CO3 und Ammoniumcarbamat.

Heute wird Hirschhornsalz durch Erhitzen und Sublimation einer Mischung von Ammoniumchlorid, Calciumcarbonat und Holzkohle gewonnen.

Das Salz wird in seiner reinen Form auch als ABC-Trieb bezeichnet, was sich aus seinem Hauptbestandteil Ammonium-bi-carbonat ableitet. Hirschhornsalz findet als Backtriebmittel (Lebensmittelzusatzstoff E 503) Verwendung bei der Herstellung von Flachgebäcken wie z.B. Lebkuchen oder Spekulatius, da es den Teig auflockert.

Beim Erhitzen zerfallen Ammoniumcarbonat und Ammoniumbicarbonat sowie Ammoniumcarbamat:













Hirschhornsalz wird nur in Flachgebäck verwendet, da hier NH3 schnell entweichen kann.

Mit dem Farbstoff des Rotkohls kann das basisch reagierende Ammoniakgas nachgewiesen werden.


Literatur:
G. Schwedt: Experimente mit Supermarktprodukten, Wiley-VCH-Verlag, Weinheim 2001

Hinweis:
Hirschhornsalz






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