| Demonstrationsexperiment auf Video Lernziele: Neutralisation der Säure, Bedeutung von Bicarbonat als Antazidum Peter Keusch |
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Versuchsdurchführung: In jedem Reagierkelch wird eine Rotkohlsaftlösung (150 mL Wasser und 3 mL konzentrierter Rotkohlsaft) vorgelegt. Zwei dieser Lösungen werden mit je 10 mL Essigessenz versetzt und umgerührt. Die dritte Lösung dient als Referenz. Anschließend werden zu einer der beiden angesäuerten Lösungen 3 Spatellöffel Bullrich Salz gegeben. Versuchsergebnis: Die rotviolette Farbe der Rotkohlsaftlösung schlägt beim Ansäuern in ein helles rot um. Bei Zugabe des Bullrich Salzes verändert sich die Farbe unter Schäumen von rot über rotviolett bis blau.
Deutung des Versuchsergebnisses und Hintergrund: Die Neutralisation der Säure deutlich am Farbumschlag des Indikators (Rotkohlsaft) zu erkennen. Das freigesetzte Kohlenstoffdioxid verursacht das nach der Salzzugabe deutlich erkennbare Schäumen der Lösung. ![]() Magensaft enthält Salzsäure und Pepsin, ein Enzym das die mit der Nahrung aufgenommenen Proteine in Polypeptide umwandelt. Der Magensaft (pH = 2) tötet Mikroorganismen ab und denaturiert Proteine. Ferner sorgt er für ein Medium, in dem Enzyme effizient arbeiten. Die Säure ist so stark, dass sie nicht nur die Nahrung, sondern auch die Magenwände angreifen kann. Allerdings wird die Magenwand durch Schleimhautzellen geschützt, die ein an Bicarbonat reiches Sekret absondern, das die Magensäure neutralisiert und den pH-Wert im Dünndarm in einen leicht sauren Bereich (pH = 5.5) bringt, in dem die Pankreasenzyme am besten arbeiten. |
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